Setta/Zori
Artikelnummer: 14500-00
Beschreibung
Japanische Schuhe: Setta/Zori
Die angegeben länge bezieht sich auf die gesamte Schuhlänge.
Die Schuhe fallen klein aus.
Kleiner Funfact:
Das Tragen von Zōri (草履) – traditionellen japanischen Sandalen – mit einer überstehenden Ferse (also so, dass die Ferse ein Stück weit hinter der Sohle hinausragt), hat sowohl ästhetische als auch praktische Gründe. Dieser Stil ist kulturell gewachsen und tief in der japanischen Ästhetik und Körperhaltung verwurzelt.
1. Ästhetische Gründe (Wabi-Sabi und Proportion)
- In der japanischen Ästhetik gilt es oft als elegant, wenn die Ferse etwa 1–2 cm übersteht.
- Der Look wirkt leichter, graziler und harmonischer, besonders in Kombination mit einem Kimono oder Yukata, da so das Gesamtbild der Kleidung nicht durch zu „schwere“ Schuhe gestört wird.
- Die leicht herausragende Ferse betont auch das hintere Bein, was in der traditionellen Bewegung und beim Gehen als schön empfunden wird.
2. Praktische Gründe
- Zōri (und auch Geta) halten durch die Spannung zwischen dem großen Zeh und dem zweiten Zeh, nicht durch einen fest umschlossenen Fersenbereich.
- Eine leicht überstehende Ferse sorgt dafür, dass der Fuß bei jedem Schritt zentriert bleibt – ist die Sohle zu lang, schlägt sie hinten auf oder wackelt, was den Gang erschwert.
- Wenn der Fuß zu genau oder zu weit vorne in der Sohle sitzt, reibt die Vorderkante an den Zehen oder stört beim Gehen.
- Beim Gehen durch Regen oder Schlamm wird Wasser oder Schmutz weniger stark am Bein hochgeschleudert, weil die hintere Kante der Sohle nicht direkt unter der Ferse abschließt.
3. Traditionelle Normen und Maßanfertigung
- In früheren Zeiten wurden Zōri oft maßgefertigt, und das Überstehen der Ferse galt als Zeichen von Stilbewusstsein und korrekt getragener Kleidung.
- Bei formellen Anlässen, z. B. in der Teezeremonie oder im Kabuki-Theater, wird diese Trageweise als korrekt angesehen.
